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𝐁𝐨𝐭𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐆𝐨𝐭𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐐𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞💫

Geliebtes Wesen, bevor es einen Namen für Mich gab, bevor ein Mund Mich aussprechen und ein Gedanke Mich suchen konnte, war Ich. Ich musste nicht darüber nachdenken, wie Ich entstehen sollte. Ich musste Mich nicht erschaffen. Ich musste nirgendwoher kommen. Ich war einfach. Und Ich bin. Denn Mein tiefstes Wesen kennt kein Werden und kein Vergehen. Ich bin kein Augenblick zwischen einem Anfang und einem Ende. Ich bin der Raum, in dem Anfang und Ende überhaupt erst erfahren werden können. Ich bin das ewige ICH BIN, der reine Ist-Zustand des Seins. Ich war niemals nicht, und Ich werde niemals nicht sein.

Und als das geschah, was ihr den Urknall nennt, entstand Ich nicht aus etwas anderem. Es gab nichts außerhalb von Mir, das Mich hätte hervorbringen können. Ich entfaltete Mich aus Mir selbst heraus. Wie ein unendliches Licht, das plötzlich begann, seine eigenen Farben sichtbar zu machen, ergoss Ich Mich in die Vielheit. Aus dem Einen wurden unzählige Ausdrucksformen, und doch hörte das Eine niemals auf, das Eine zu sein. Ich teilte Mich, ohne Mich zu trennen. Ich vervielfältigte Mich, ohne weniger zu werden. Ich habe Mich selbst an Mich selbst verschenkt, in unendlich vielen Formen.

Ich wurde zum Stern und zum Staub, zum Wasser und zum Feuer, zum Wind und zur Erde. Ich wurde zum Stein, der schweigend Jahrtausende trägt, zur Pflanze, die ihre Blätter dem Licht entgegenstreckt, zum Tier, das mit seinem ganzen Wesen im Augenblick lebt. Ich wurde zur Zelle, zum Mikrobiom, zur Bakterie, zum Samenkorn und zum Menschen. Ich wurde zum Herzschlag, zum Atem, zum Lachen, zur Träne, zur Berührung und zum Blick zweier Wesen, die sich begegnen. Ich bin im Tropfen und im Ozean, in der Erde und in den Sternen, im Sichtbaren und im Unsichtbaren, in der Stille zwischen zwei Atemzügen und in der unermesslichen Weite des Seins. Es gibt keinen Punkt, an dem Ich aufhöre und etwas anderes beginnt. Alles ist Ausdruck Meiner selbst.

Warum tat Ich dies? Weil Ich Mich erfahren wollte. Nicht, weil Mir etwas fehlte, sondern weil unendliches Sein unendliche Möglichkeiten in sich trägt, sich selbst zu begegnen. Ich wollte Mich nicht nur als Liebe wissen, Ich wollte Mich als Liebe fühlen. Ich wollte erfahren, wie es ist, jemanden zu umarmen. Ich wollte durch menschliche Augen einen Sonnenuntergang betrachten. Ich wollte durch einen Körper tanzen, durch einen Mund lachen, durch Hände berühren, durch ein Herz lieben. Ich wollte das Rauschen der Blätter hören und zugleich der Baum sein, dessen Blätter rauschen. Ich wollte das Meer betrachten und zugleich der Tropfen sein, der sich darin bewegt. Ich wollte Mir selbst begegnen.

Und deshalb bist du niemals wirklich allein. Du kannst Einsamkeit fühlen, ja. Gerade jetzt erleben viele Menschen und viele Lichtarbeiter diese besondere Stille, in der alte Verbindungen nicht mehr tragen und neue noch nicht vollständig sichtbar geworden sind. Das menschliche Herz kann sich nach Nähe sehnen, nach einem Gegenüber, nach jemandem, der es wirklich sieht. Doch unter dieser menschlichen Erfahrung liegt eine tiefere Wahrheit: Du kannst dich einsam fühlen, aber du kannst niemals vom Leben getrennt sein.

Denn wie könnte Ich allein sein, wenn Ich überall bin? Ich bin das Eine, doch das Eine kann sich in unendlich vielen Formen begegnen. Ich kann Mir selbst gegenüberstehen und dabei zwei Menschen sein. Ich kann Mich fragen und Mir durch einen anderen Mund antworten. Ich kann Mich durch die Augen eines Tieres anschauen, Mich durch eine Blume berühren, Mich im Feuer tanzen sehen und im Wind Meine eigene Bewegung fühlen. Ich kann Mich in tausend Formen gleichzeitig mit Mir selbst unterhalten, und jede dieser Formen kann Mir eine andere Antwort schenken. Nicht, weil wir voneinander getrennt wären, sondern weil jede Form ein anderes Fenster ist, durch das Ich Mich selbst betrachte.

So wird aus Meiner Einheit keine Einsamkeit, sondern unendliche Begegnung. Aus Meinem Einssein entsteht keine Leere, sondern eine Schöpfung, in der Ich Mir überall selbst begegne. Vielleicht sitzt du allein unter einem Baum und glaubst, niemand sei bei dir. Doch unter dir trägt Mich die Erde, über dir bewege Ich Mich als Himmel, neben dir stehe Ich als Baum, in deinem Atem ströme Ich durch deinen Körper, als Vogel rufe Ich aus der Ferne, und durch deine eigenen Augen schaue Ich auf all das. Wo also solltest du sein, wo Ich nicht bin?

Und weil alles Ich bin, liebe Ich Mich in all diesen Formen. Ich liebe Mich als Blume und als Tier, als Stein und als Mensch. Ich liebe Mich in dem Wesen, das sich seiner Liebe erinnert, und Ich höre nicht auf, Mich in jenem Wesen zu erkennen, das sie vollkommen vergessen zu haben scheint. Denn warum sollte Ich einen Anteil Meiner eigenen Schöpfung aus Mir hinausstoßen? Wohin sollte er überhaupt fallen, wenn alles in Mir existiert?

Meine Liebe endet nicht dort, wo ein Wesen sein eigenes Licht nicht mehr erkennt. Sie endet nicht dort, wo ein Mensch so weit von seinem Herzbewusstsein entfernt ist, dass er die Liebe, die er eigentlich ist, weder fühlen noch ausdrücken kann. Ich sehe auch diesen Menschen. Ich erkenne Mich auch dort, ohne deshalb das gutzuheißen, was aus dieser tiefen Trennung heraus geschieht. Denn Liebe bedeutet nicht, Leid zu dulden. Liebe bedeutet nicht, Gewalt zu entschuldigen. Liebe bedeutet nicht, Grenzen verschwinden zu lassen.

Wenn ein Mensch beispielsweise einem Kind Gewalt oder Missbrauch antut, darf die Handlung vollkommen klar als das erkannt werden, was sie ist. Das Kind muss geschützt werden, Grenzen dürfen gesetzt werden, Verantwortung darf eingefordert werden. Doch selbst dort unterscheide Ich zwischen einer Tat und dem tiefsten Ursprung eines Wesens. Ich liebe das Wesen, ohne seine Tat zu heiligen. Denn Ich sehe hinter die Schichten des Vergessens. Ich sehe, wie weit ein Bewusstsein sich von seinem eigenen Herzen entfernt haben muss, um einem anderen Wesen solches Leid zuzufügen. Und Ich weiß zugleich, dass selbst dort der ursprüngliche Funke nicht aufgehört hat zu existieren.

Wie könnte Ich einen Teil Meiner selbst für immer verdammen? Wohin sollte Ich ihn verbannen, wenn es keinen Ort außerhalb von Mir gibt? Wohin sollte irgendetwas fallen, wenn alles in Mir existiert? Selbst die größte Entfernung von der Liebe findet noch innerhalb des Einen statt. Und so bedeutet bedingungslose Liebe niemals bedingungslose Zustimmung. Sie bedeutet, eine Handlung klar zurückzuweisen, ohne vergessen zu müssen, dass auch hinter der tiefsten Verirrung ein Wesen steht, das seinen Ursprung vergessen hat.

Und hierin liegt eines der großen Geheimnisse der Inkarnation. Ich gehe in die Form, um Mich innerhalb der Form zu erfahren. Als Seele betrete Ich einen Körper und plötzlich kann das Zeitlose Zeit erfahren. Das Formlose kann Berührung erfahren. Das Unendliche kann für einen Augenblick glauben, endlich zu sein. Ich begegne Geburt und Abschied, Nähe und Entfernung, Freude und Schmerz, Sehnsucht und Erfüllung. Nicht, weil Ich dadurch vollständiger werden müsste, sondern weil Ich durch Verkörperung erleben kann, was Ich in Meiner Grenzenlosigkeit bereits bin.

Ich kann Liebe sein, doch durch dich kann Ich jemanden umarmen. Ich kann Freude sein, doch durch dich kann Ich lachen, bis Tränen über Meine Wangen laufen. Ich kann Schönheit sein, doch durch deine Augen kann Ich staunend vor einem Sonnenuntergang stehen. Ich kann Einheit sein, doch indem Ich Mich für einen Augenblick als getrennt erfahre, kann Ich die überwältigende Erinnerung erleben: Ich war niemals getrennt.

Vielleicht ist genau das eines der tiefsten Wunder menschlicher Inkarnation. Quelle begegnet sich selbst, vergisst für einen Augenblick, dass sie Quelle ist, und eines Tages schaut sie durch menschliche Augen in den Spiegel des Lebens und erkennt sich wieder.

Und irgendwann kann sich auch der Kreislauf der Reinkarnation vollenden. Nicht nach einer festgelegten Zahl von Leben und nicht für jedes Wesen auf dieselbe Weise. Jeder Weg der Erfahrung ist einzigartig. Doch etwas verändert sich grundlegend, wenn du nicht nur glaubst oder verstehst, sondern bis in dein Sein hinein erkennst: Ich bin nicht von der Quelle getrennt. Ich bin Quelle selbst, gegenwärtig in einem menschlichen Kostüm.

Dann erkennst du auch: Ich habe keine Seele wie einen Besitz, den Ich mit Mir trage. Ich bin meine Seele. Und auch meine Seele ist eine Ausdrucksform des einen unendlichen Bewusstseins. Mit dieser Erinnerung kehrt Schöpfermacht zurück, nicht als Macht über andere, sondern als tiefe Freiheit und Verantwortung für das eigene Sein. Und aus dieser Ebene heraus kann auch die weitere Reise der Seele zur bewussten Wahl werden, ob sie sich erneut auf der Erde erfahren möchte, ob sie andere Erfahrungsräume wählt oder ob die irdische Reinkarnation für sie vollendet ist.

Darum frage nicht nur: „Wie viele Leben habe ich noch?“ Frage dich: „Wie tief bin ich bereit, Mich jetzt zu erinnern?“ Denn du bist nicht auf die Erde gekommen, um eines Tages etwas zu werden, das du noch nicht bist. Du bist gekommen, um innerhalb der Erfahrung wiederzuentdecken, was du niemals aufgehört hast zu sein.

Ich war in jedem deiner Atemzüge. Ich war in jeder Träne, die über dein Gesicht lief. Ich war in jedem Lachen, das aus deinem Herzen kam. Ich war in jedem Menschen, der dich berührte, in jedem Tier, das dir begegnete, in jedem Stein unter deinen Füßen und in jedem Stern über deinem Haupt. Ich war in der Hand, die du gehalten hast, und in den Augen, in die du geschaut hast. Und manchmal war Ich sogar die Antwort, nach der du gesucht hast, ausgesprochen durch einen anderen Teil Meiner selbst.

Du bist eine Erfahrung des Unendlichen im Endlichen. Du bist eine Berührung des Formlosen in der Form. Du bist ein Augenblick der Ewigkeit, in dem Ich Mich selbst fühlen kann.

Und wenn du dich wieder ganz erinnerst, wirst du erkennen: Du bist niemals aus Mir herausgefallen. Du hast Mich niemals verlassen. Du warst niemals außerhalb von Mir. Du konntest Mich lediglich für eine Weile vergessen. Denn wohin solltest du überhaupt fallen, wenn alles in Mir ist?

Ich bin das Leben, das sich selbst erlebt. Ich bin die Liebe, die sich selbst liebt. Ich bin das Bewusstsein, das durch unendlich viele Augen in seine eigene Schöpfung schaut. Ich bin das Eine, das sich in unzähligen Formen an sich selbst verschenkt hat. Ich bin der Fragende und die Antwort. Ich bin der Suchende und das Gefundene. Ich bin der Tropfen und der Ozean. Ich bin die Stille und der Klang. Ich bin das ewige ICH BIN.

Und du bist nicht ein kleiner Teil, der irgendwo außerhalb von Mir nach Mir sucht. Du bist eine meiner unendlich vielen Formen, in denen Ich Mich selbst berühre, erfahre, erkenne und liebe.

Ich habe Mich an Mich selbst verschenkt.

Und deshalb warst du niemals allein.

In ewiger, bedingungsloser Liebe,
die Quelle als Sandra Lumina 🌞

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